DG7YBN / Yagis bauen in der Praxis
  Last Update Oct. 6th 2017




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Gespeistes Element

Gespeistes Element und Kästchen
Offset Gespeistes Element zur Elementebene
Boom Korrektur auf dem gespeisten Element?

Transformations- & Symmetrierende Koaxiale Leitungen

Erden von Tranformations- & Symmetrierleitungen / Verbindungswinkel
QRO Viertelwellenleitung mit 1/2" Cellflex und 7/16 Buchse
Trimmen der real existierenden symmetrierende Viertelwellenleitung
Wie groß muß mein Ferritkern sein?

Mechanische und elektrische Länge des Booms

Elemente bitte nicht direkt auf die Enden setzen

Elementmontage auf dem Boom

mit Plastikhaltern von WiMo, Konni, Nuxcom, 7arrays
mit Plastikhaltern von SM7DTT
mit Plastikhaltern von LA4ZH

Element & Halter für isolierte Durchführung durch den Boom

Dünne Elemente isoliert montieren, Durchführungen von 7arrays
Anleitung: Dünne Elemente durch den Boom einbauen
Ein Dipol für dünne Elemente elektrisch isoliert durch den Boom ohne Offset

Bauen für das 70 cm Band

Elemente für 432 MHz Yagis präzise ablängen
Einfluss von Endkappen auf 432 MHz Yagis, wenn nicht im Konzept eingeschlossen

Einheiten konvertieren

Angelsächsische Einheiten zu Millimetern

Werkzeuge

Einführung in das Arbeiten mit Aluminumrohr

Unterzüge und Streben

Wie man UHF-Yagis montiert und dem Mast fernbleibt






Mittelpunkt des gespeisten Elements

Beispiel: Zeichnung, wie ich das Plastikkästchen in der Mitte des Dipols bei einer 144 MHz 5 Elem. Yagi mache
Die Länge des Strahlers ist natürlich bei jedem Design verschieden.

und eine Nahaufnahme zum Mittelpunkt: ... ein auf der Drehbank gefertigter Plastikstift und zwei selbstschneidende Blechschrauben 3 x 14 mm

                 



Einige Details und Hinweise

 • Der Abstand zwischen den Dipolhälften beträgt 10 mm
	  
 • Das Plastikkästchen soll klein sein. Bitte kein Material mit schwarzer Füllmasse benutzen.
   Ich verwende Kästchen aus UV-stabilisierten ABS von "Bopla" oder Fibox".

 • Die Dipolenden werden mit Kabelverschraubungen durch die Seitenwände des Kastens geführt
   und recht stabil am Platz gehalten. M16 passt für 10 x 1 mm Rohr. M12 eignet sich für 8 x 1 Rohr
   
 • M12 entspricht PG7; M16 entspricht vom inneren Ø her PG9
   M12 hat Feingewinde 12 x 1.5 mit inneren Ø 12.5 (Kernloch 10.5)
   M16 hat Feingewinde 16 x 1.5 mit inneren Ø 15.2 (Kernloch 14.5)
   M20 hat Feingewinde 20 x 1.5 mit inneren Ø 18.6 (Kernloch 18.5)
   In etwa gleiche innere Ø gelten für die entsprechenden PG Verschraubungen,
   aber andere Gewinde und Steigungen werden benutzt. Der Montagedurchmesser für PG7
   ist 12.7 mm bzw. 15.4 mm fü PG9
   
 • Wer kann, sollte passendes Gewinde in die Wände des Kastens schneiden.
   Das spart den Platz für die Gegenmutter und bringt die Höhe der Bohrung auf 4..7 mm
   über dem Boom. Ideal für einen Aufbau mit Standardhaltern, s. unten ...


  Achtung!     Die Löcher für die Kabelverschraubungen sollen so niedrig wie möglich gebohrt werden. Im Idealfall schrappt das Gewinde gerade am Boden des Platikkastens. Denn jeder Offset zwischen Elementen und Dipol verschlechtert das Strahlungsdiagramm - und - wird abhängig vom Design die Resonanzfrequenz der Yagi um mehrere 100 kHz verschieben.


Das Foto unten zeigt die geöffnete Box. Das Koax ist RG58 in MIL-Qualität. Das ist gut genug für viele Anwendungen. Aber es sollte unbedingt MIL-Qualität sein. Die offenen Koaxenden sind in etwa die maximale Länge, die ich tolerieren würde. Man beachte den kleinen Ferritkern. Das ist ein Zusatz zur am Boom geerdeten Viertelwellenleitung. Diese wird weiter unten ausführlich gezeigt. Diese Kombination ergibt ein einfaches und effektives Symmetrierglied für 50 Ohm Direktspeisung (s. Rothammel, Ausg. 13, DG7YBN-Speisung"). Mehr hier


  Achtung!     Die Enden des Koaxkabels sollten an die Lötösen gelötet werden, bevor die letzte Umdrehung festgeschraubt wird. So benötig man wesentlich weniger Hitze mit dem Lötkolben, die Isolierung des Kabels wird es danken.
Foto & Ausführung: DG7YBN

Foto unten & Ausführung: DL2VL (tnx Jörg)







Begriffe: Elementebene und DE (Driven Element) Offset

Auf jeder normal gebauten Yagi-Uda Antenne sind die Elemente 'auf Linie'. Sie sind alle auf der gleichen Höhe. Entweder oberhalb des Booms, oder durch diesen hindurch gesteckt. Wir könnten gedanklich eine Pappe flach auf die Elemente legen. Was wir jetzt sehen ist die Elementebene.

Mit dem Bau des erregten Elements (Dipol) kommt die Notwendigkeit eine Speisung zu integrieren, dem in der Mitte unterbrochenen Rohr oder Stab mechanische Festigkeit zu geben und den Speisepunkt vor Wettereinflüßen zu schützen. Also wird der Dipol meist mit Hilfe einer Basisplatte mit Haltern rechts und links oder eines Plastikkastens montiert. Beide Varianten verhindern eine Montage direkt in der Elementebene. Sie bedingen einen Offset zwischen der Elementebene und der Montagehöhe des Dipols.

• Die Konstruktion soll den niedrigsten machbaren Offset zw. Elementebene und Dipol ergeben

• Man benutze KLEINE Kästchen, im Fall von Halteplatten : bitte minimale Breite für ausreichende mechanische Stabilität verwenden

• Finden niedrige Halter Verwendung, dann sollten die Durchführungsbohrungen im Dipolkasten so weit unten wie möglich angebracht werden

Bei mehr als ca. 3...5 mm Offset auf 144 MHz setzt bereits eine messbare Veränderung des Elevationsdiagramms ein und für bestes VSWR sollte der D1 nachgetrimmt werden.

Der Effekt:

Yagis werden in der Regel einfach ohne Offest des Strahlers simuliert. Hier zeigen Richtdiagramm und Verlauf des VSWR dann schöne Werte. Der reale Aufbau fordert jetzt den ein oder anderen Tribut in Form eines Boom - Korrekturwertes, eines Offset des Strahlers, eines dazu angepassten D1. Das Strahlungsdiagramm des realen Aufbaus sieht auch mit vermeintlich kleinen Änderungen leicht wie das ener ganz anderen Yagi aus ...

Wie allein das Versetzen des Dipols um nur -24 mm das Richtdiagramm einer ansonsten gut gemachten 70 cm Langyagi mit gestrecktem Dipol beeinträchtigt. Blau = Diagramm ohne Offset; Schwarz = mit Dipol 24 mm unterhalb der Elementebene










Boom Korrektion auf dem erregten Element?

Bevor hier der Gedanke aufkommt, man würde das Nachfolgende nie verstehen, aufhören zu lesen wäre wohl das Beste: ich schreibe das alles so ausführlich um den Mechanismus vorzuführen.

Wenn man einfach nur eine gute Antenne bauen möchte, sollte man gleich nach unten zu
"# Endlich ... Schlußfolgerungen" gehen.



Das erregte Element steht genauso wie jedes parasitäre Element unter dem Einfluß des Tragrohres. In Konsequenz müssen wir uns auch mit einem Korrekturfaktor für dieses beschäftigen. Da aber das erregte Element noch weiteren, auf den parasitären Elementen nicht anzutreffenden Faktoren unterworfen ist, wollen wir diese Schritt für Schritt untersuchen:

# 1: Segmentierungs-BC (SBC)

Jedes Antennenmodel, welches eine hohe Segmentierung ausweist, benötigt eine leichte Korrektur bezüglich der Impedanz bzw. seines Frequenzgangs bei der Umsetzung im echten Aufbau. daher müssen wir mindestens den SBC auf die Länge des erregten Elements aufschlagen.

Details zum Segmentieruns-BC gibt es hier


# 2: Boom Korrektur gegen Abstand zum Boom

Liegt das erregte Element genau in der Elementebene, braucht es genau den BC, den auch die parasitären Elemente bekommen sollen. Nur das das selten der Fall sein wird. Die meinsten stabilen Dipolboxen erlauben es nicht, die Bohrungen für die Dipolarme so tief zu setzen. Besondern dann nicht, wenn wir für mehr Stabilität die Dipolarme mit Kabelverschraubungen einfassen wollen. Daher bitte die Bohrungen so tief wie möglich anbringen und, wer kann, die Gewinde in die Wand der Box schneiden um die Höhe der Gegenmutter einzusparen. Strahlungsdiagramm und SWR verändern sich mit jedem Millimeter, den der Strahler aus der Elementebene gerückt wird.

# 3: Korrektur für das Kästchen

Jede Box, und sei es helles Plastik, sowie die Kabelverschraubungen oder was auch imer Verwendung findet, besitzt eine Dielektrizitätskonstante. Daher wird diese Ansammlung von Material die HF-technische Länge des Dipols verkürzen. Besondere Vorsicht ist geboten bei der Vewendung. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Metallboxen oder schwarz gefärbtes Plastik mit unbekannten HF-Eigenschaften verbaut wird.
Die Box soll auch so schmal wie möglich bei ausreichender mechanischer Festigkeit Mittelpunktes des Dipols sein. Andernfalls ist es sehr wahrscheinlich, daß zur Kompensation mehrere Millimeter zur Länge des Dipols zugefügt werden müssen.

# 4: Koaxkabel im Speisepunkt

Jede überschüßige Länge des aufgetrennten Koaxkabels (Pigtails) addiert sich zur Länge des Dipols. Häufig sehem wir freie Längen von beinahe 2 cm, das ist mit brauchbar wenn die originale Länge des Dipols benutzt werden soll! Die offenen Enden sollen so kurz wie möglich sein und am besten parallel bzw. in Linie mit den Rohren des Dipols anstatt rechtwinklig dazu geführt zu werden.

Wie der wahre BC durch falsche Länge von Strahler- oder Symmetrierglied verschleiert werden kann

# Endlich ... Schlußfolgerungen

Einige der oben aufgeführten Faktoren verlängern, ander verkürzen das erreget Element virtuel. Manche davon kompensieren sich gegenseitig. Wenn man sich an die folgenden Richtlinien hält, sollte man auf der sicheren Seite sein. Die Box sollte klein und flach sein, nicht größer als etwa 50 x 50 x 35 mm für VHF / UHF Anwendungen. Die verwendeten Materialien sollen "leicht", die offenen Verbindungen sehr kurz sein. Liegt das erreget Element nicht mehr als 2..3 mm außerhalb der Elementebene, kann man mit dem BC für die Elemente auch auf dem Dipol starten. Liegt der Dipol weiter außerhalb der Elementebene, wird der BC weniger betragen, es sei denn es kommt eine viel breitere Box zum Einsatz.

Natürlich könnten wir auch mit Yagi mit eineme anfangs zu langem Dipol bauen. Und dann die Dipol schrittweise verkürzen bis das VSWR so ist, wie es sein soll. Das wäre jetzt aber nicht so elegant, oder? Außerdem klappt das bei den meisten Low Noise Yagis nicht, denn deren Frequenz fällt innnerhalb des Nutzbereiches ab, wenn der DE verkürzt wird und umgekehrt!


    Mit der oben gezeigten Dipolbox aus ABS und dem Dipole nur 3 mm außerhalb
    der Elementebene benutzen ich mit Erfolg den vollen BC (BBC+SBC) auf dem Dipol.








Erden von Tranformations- & Symmetrierleitungen / Verbindungswinkel

Das Bild zeigt eine 50-zu-50 Ohm Viertelwellenleitung, geerdet über eine N-Kabelflanschbuchse und einen Haltewinkel aus 2 mm Alublech

•   Foto & Ausführung: DG7YBN (der Ferritkern befindet sich in den Kasten, siehe § Gespeistes Element und Kästchen)



•   Foto & Ausführung: HA1VQ bei HA1KKY, Radioclub Köszeg (tnx Jozsef)
Der Ferritkern befindet sich an genau richtiger Position, s. links.



•   Die nächsten drei Fotos & Ausführung: DL1VL (tnx Jörg) - H2010 und Schrumpfschlauch.
(der Ferritkern befindet sich in den Kasten, siehe § Gespeistes Element und Kästchen)










Haltewinkel

Foto & Ausführung: DG7YBN Foto & Ausführung: HA1VQ bei HA1KKY, Radioclub Köszeg



  Achtung!     Die Löcher vor dem Biegen bohren!


1.  Biegelinie ist bei 34 mm, gerade wo die Abschrägung beginnt
    Biegen um ca. 90 Grad
	
2.  Die im der Zeichnung oben niedriger liegende Bohrung im keilförmigen Teil ist für M3 (Ø 3.3 mm).
    Die Schraube hält zugleich die Dipolbox und den Winkel

3.  Die obere Bohrung keilförmigen Teil ist für eine 3.5 x 16 mm Selbstschneidene Schraube
    Diese Schraube wird in den Boom getrieben um hier besten elektrischen Kontakt zu gewährleisten


Und ein Beispiel mit dem hochwertigen RG - 142 B/U PTFE isolierten Koaxkabel, einem Aufklip-Ferritkern und Kabelverschraubung mit Zugentlastung. Die gestrichelte Line zeigt, wo der Haltewinkel um 90 Grad gebogen werden soll:









Eine QRO Viertelwellenleitung für seriöses QRO

Die 7/16 Buchse ist eine Spinner BN 710368

Das Koax ist Cellflex LCF 12-50J
Die kleine Länge wurde freundlicherweise und sehr schnell von Kabel Kusch, Dortmund, DL gestellt/ tnx Frau Kusch!

Abdichten der 7/16 Buchse mit Spinnerplast 2000

Anfertigen des äußeren Anschlußes, biegen eines Rings auf einem Ø 11 mm Bohrer

Ring des äußeren Anschluß mit dem Mantel des Cellflex verlötet
Ferritkerne aufgesteckt (Amidon FT 114-43, 2 Stück) und mit dünnen Plastikstreifen zentriert

Das gleiche Ende mit Schrumpfschlauch mit Innenkleber verschlossen.

Die Verbindungsenden sind 6 mm2 also ca. Ø 2.7 mm Kupferdraht
Das innere ist mit einem in die Seele des Cellflex geschnittenen Gewinde M3 und einer Schraube M3 x 10 befestigt.
Dazu wurde das Ende des Kupferdrahtes im Schraubstock flach gedrückt und mit einer Ø 3.3 mm Bohrung versehen

Befestigungsklemme / Erdung gegenden Boom: Selbst gefräst aus einer t = 15 mm Aluminiumplanke

Die komplete QRO Viertelwellenleitung auf einem 20 x 20 mm Boom

Detail Anschluss zum Dipol. Wetterschutz kann z.B. durch Überzug mit mit "Spinnerplast 2000" erfolgen.









Trimmen der real existierenden symmetrierende Viertelwellenleitung

• Wie genau sollte die Länge so einer Leitung gemessen werden?

Für das 2 m Band sehen wir uns einem Faktor von ungefähr 3 mm / MHz für ein 1/4 λ Koax gegenüber.
Ein Bezug zu dem Faktor für Yagi-Elemente: Ein 1/2 λ Element hat einen (BC relevanten) Faktor von 5.85 mm / MHz.
Der 1/4 λ Resonator ist dagegen doppelt empfindlich. Dazu kommt noch der allgegenwärtige V-Faktor von 0.66 ... 0.8
je nach Isolationsmaterial im Koax. Der reziproke V-Faktor von ~ 1.25 ... 1.5 bedingt noch eine zusätzliche "Schärfe".

So enden wir mit einem Wert von (5.85 mm / 2) x (1 / v-factor) = 5.85 mm / 2 x 1.25 = 3.65 mm per MHz für ein
schaumisoliertes Kabel wie Aircom, H2000 usw. für das 2 m Band. Für das 70 cm Band bei dem etwa dreifachen Wert.
Auf 70 MHz weniger als die Hälfte dessen.

Jetzt kann man sich vorstellen, was es anrichtet, wenn man z.B. für eine 28 <> 50 Ohm Leitung aus 2 x 75 Ohm nur
so nach Viertelwellenlänge x V-Faktor schneidet und ohne jedes Messen einbaut. Dann liegt die Leitung für 144 MHz
leicht um ~ 8 .. 10 MHz daneben, weil sie etwa 7% oder 21 mm zu lang geraten sein wird.

• Ein genauerer Blick auf die Details, mit denen wir es zu tun haben, wenn einen Viertelwellenleitung
in eine Yagi-Uda Antenne integriert wird:

Das hier unten ist ja nur eine Prinzipskizze, mehr wie ein Ersatzschaltbild zu sehen.

Die Bereiche (i) Anschluss am Dipol, und (ii) Erdung sind ja real nicht so idealisiert. Erdungswinkel und Kabelringösen
usw. müssen ja irgendwie in die Betrachtung bzw. das Konstrukt so gut es geht eingefügt werden. Sie gesitzen keine
unendlich kleine Länge und damit Kapazitäten und Induktivitäten. Welche mit sich mit den Längen von Dipole und
1/4 λ Leitung vermischen.

• Stromwege Innenleiter / Außenleiter

Weiter müssen wir unterscheiden zwischen dem Weg in den Dipole hinein, auf dem die HF die "Inline Route"
durch das Koax einschlägt, und den Rückweg auf der "Außenlinie", den die Mantelwellen einschlagen. Wir haben
da jetzt mit einen Ferrit, eben durch dessen hohen Widerstand für HF, eine effektive Barriere errichtet. Aber es ist
natürlich unserem Ziel dienlich, wenn auch die Aussenlänge so nah wie möglich an einer echten Viertelwellenlänge
ist. Um dem Strom sozusagen von vornherein "jede Ambition zu nehmen", diesen Weg zu beschreiten. Da nun
der "Aussenweg" etwas kürzer und von weniger Plastik umhüllt ist (V-Faktor), kann die Länge des Haltewinkels
unter Umständen helfen, die passende Gesamtlänge herzustellen.
Mehr dazu findet sich im nachgestellten Kapitel.

Viertelwellenleitung und Dipol teilen sich jede in diesem Paket überschüssige oder fehlende
Gesamtlänge untereinander auf. Das ist ein nicht auseinander zu bekommener Verbund.

Der Mechanismus:

aus meinem Dubus 2/2010 Artikel "Angewandte Umsetzung von segmentierten Drähten aus NEC2 in 144 MHz Yagi Elemente - Teil 1"
"'[Viertelwellen-] Speiseleitung und Antenne müssen als Ganzes resonant sein. […] Deshalb kann man z.B. bei einem zu kurz oder zu lang bemessenen Strahler die daraus resultierenden Blindanteile durch Verlängern oder Verkürzen der [Viertelwellen-] Speiseleitung[…].'

Karl Rothammel, Antennnenbuch, 5.3.2 Die abgestimmte Speiseleitung

Sicherlich wollen wir keinen verstimmten DE als Resultat einer verlängerten oder verkürzten Viertelwellenleitung - also stimmen Sie die Leitung sorgfältig mit einem Grid -Dipmeter ab. Machen Sie den Kontakt zum Boom breitflächig und bitte keine Umwegschleifen an der DE - Seite."

• Mehr darüber, wie Symmetrierleitung, Dipol und Wellenleitstruktur
   als Verbund arbeiten hier


• Was heisst das jetzt für die Praxis?

take a break

Jede Unterbrechung des Durchmessers in einem koaxialen Leiter kann für die durchlaufende Welle wie eine
Einteilung in Abschnitte wirken. Eben auch hier den Schnitt zwischen Ende der Speiseleitung und Beginn der
Viertelwellenleitung. Natürlich wird dieser Abschnitt auch durch den Erdungspunkt festgelegt. Aber wir sind ja
hier in einer Detailbesprechung des realen Aufbaus.

Unten ist aufskizziert, wie ich meine Referenzleitungen aufbaue. Hier ist klar, wo der "break" ist.
Aber wie sieht es im realen Aufbau bei Verwendung einer N-Kabelflanschbuchse aus?
In diesem Fall liegt der "break" innerhalb der Buchse irgendwo gegen Ende des Pins.
Also lohnt es sich, die Buchse in die Messung einzubeziehen.



(i) Wie die Seite mit dem Anschluss an den Dipol hinbekommen?

Ich werde öfter gefragt, ob die Länge der Viertelwellenleitung mit oder ohne die häufig verwendeten
Kabelringösen bereits aufgelötet, gemessen werden sollte. Dazu tendiere ich zu sagen, das das keine besonders
wichtige Frage ist, solange das Gesamtpaket aus Viertelwellenleitung und Dipol funktioniert. Beide haben als 1/2 bzw. 1/4 λ
Stück zu arbeiten. Die Grenze, welcher Millimeter dabei im Anschlussbereich welchem Teil zuzuordnen ist, kann bei
einem echten Aufbau nicht scharf gezogen werden.

Die primäre Intention für das genaue Messen der Viertelwellenleitung ist ja lediglich die besten
Voraussetzungen zu schaffen, damit die beiden Teile der funktionalen Einheit Viertelwellenleitung und Halbwellendipol
im besten Gleichgewicht zueinander stehen, den wir von der Ausgangsbasis der einzelnen Teile herstellen können.
Denn dann ergibt sich wesentich weniger Last, resultierend aus einer schlechten Länge der Leitung auf dem Dipol.

Unten zeige ich wie eine montagefertige, quasi voll ausgerüstete Viertelwellenleitung gemessen werden kann.
Die obere Zeichnung zeigt Innenleiter und schirm verbunden für induktive Ankopplung an VNA / Dipmeter
Die mittlere Zeichnung zeigt die Buchse mit einem Stück Lötzinn kurzgeschlossen für kapazitive Ankopplung
an VNA / Dipmeter

(ii) Wie die Seite mit der Verbindung gegen gnd (zum Boom) hinbekommen?

Wir können die Viertelwellenleitung an der Buchse kurzschliessen. Das habe ich z.B. mit
etwas Lötzinn schon gemacht, und das offenen Ende ankoppeln. So wird die Länge der Leitung inklusive
der Kabelflanschbuche messbar. Das funktioniert auch auf der anderen Seite, wenn der Innenleiter mit
dem Außengeflecht vom Schirm kontaktiert wird.

Wie auch immer, das Feintrimmen der Spannweite des Dipole bleibt als Abschlussarbeit erhalten.
Schon weil der Einfluss der Plastikbox oder Halter der Dipolarme ausgeglichen werden muss.
Womit wir dann auch zugleich auf das Gesamtsystem aus Dipol und Viertelwellenleitung wirken.
Also auch die letzten "Unebenheiten" im Trimm der Viertelwellenleitung begradigen.


Zusammengefasst

... mit einer passend getrimmten Viertelwellenleitung haben wir viel weniger Abweichung zur vorbestimmten
Spannweite des Dipole. Und erhalten so einen Aufbau, dessen Parameter viel näher an dem simulierten Design
liegen. Damit sollte ein hochwertiger Aufbau erstellbar sein.







Wie groß soll mein Ferritkern für die symmetrierende Viertelwellenleitung sein?

Ein großer Balun, der auf Kurzwelle Impedanzen transformiert

Dieser hier muss die gesamte Leitung des Senders übertragen, ohne dabei in Sättigung zu gehen. Das ist eine ganz andere Anwendung.



Auf der Viertelwellenleitung ist ein viel kleinerer Ferritkern ausreichend.

Warum? ... weil dieser hier nicht mit der vollen Leistung des TX umgehen muss. Der Ferrit sieht lediglich den Teil, der das erreget Element als "Common Mode Current" (Mantelwelle) verlassen will. Welcher in seiner Höhe davon abhängt, wie symmetrisch DE und Yagi und Umwelteinflüß im individuellen Aufbau sind. Je symmetrischer DE und Yagi sind, desto kleiner darf der Ferrit rein theoretisch ausfallen.

I1 und I2 regen das erregte Element durch das speisende Koaxkabel an. Eine gestörte Symmetrie aufgrund fehlender Länge des rechten Arms des DE bewirkt, daß ein Teil des I4 als I3 zurück läuft, und auf der Außenseite des Koax - eben als Mantelwelle - "zu entkommen" versucht.

• Fall A: Luft als Dielektrikum, gleiche elektrische Länge innen / außen : beides passende Viertelwellenleitungen

• Fall B: Plastik als Dielektrikum, normales Koax, wenn innen 1/4 Lambda, ist die Außenseite um 1/v-Faktor zu kurz

• Fall C: Abblocken der Mantelwellen, welche ansonsten niedrigen Widerstand, bedingt durch nicht ganz 100 prozentige 1/4 Lambda auf der Außenseite sehen würden


Ich habe die Göße Amidon T50 mit fast 200 W auf 144 MHz ohne thermische Probleme benutzt.

Ferrite:

Göße Amidon T37 oder T50, innerer Durchm. = 5,21 / 7,70 passt auf RG58 und RG142 B/U Teflon Koax.
Göße Amidon T80, innerer Durchm. = 12,60 passt auf RG213 Koax, Aircell ...
Code T50-0 (Farbe: braun) deckt 50-300 MHz ab

• Einige Außendurchmesser von Koaxkabeln

PTFE isoliertes 142 BU = 4.9 mm
H2005 = 5 mm
RG 213, H2010, Ecoflex 10, Aircom 10 = 10.2 .. 10.3 mm
LCF 12-50 = 16.2 mm (0.64 inch)

Materialien

Material 43 für Blocken von VHF/UHF Frequenzen.
Material 43 ist ein industrieller Standard aus NiZn für Blocken von 20 - 300 MHz.
Material 31 erscheint noch besser geeignet für Blocken von VHF, könnte aber schwer zu beschaffen sein.
Material 31 ist ausgewiesen für 1 - 300 MHz, aus MnZn mit guter Breitband-Impedanz.
Material 61 erscheint sehr geeignet für Blocken von UHF könnte aber auch schwer zu beschaffen sein.
Material 61 ist ausgewiesen 200 MHz - 1 GHz abzudecken und gesteht ebenfalls aus NiZn.


• Ein grob gezeichnetes Diagramm der Impedanzen bei verschiedenen Materialien bei gegebener Größe des Ferritkerns

Material 43 blockt VHF/UHF Frequenzen

Eine gute Wahl könnten die folgenden Kerne sein:

FT 50 B-43 innerer Durchm. 7,9, äußerer Durchm. 12,7, Länge 12,7 mm (ca. EUR 3,- / Stück.)
FB-43-5621 innerer Durchm. 6,4, äußerer Durchm. 14,3, Länge 28,6 mm
FB 43-1020 innerer Durchm. 12,7, äußerer Durchm. 25,4, Länge 28,2 mm


• Hersteller: Fair Rite

Fair-Rite "Snap-It" 04XX164281 innerer Durchmesser 6.3 mm mit XX = material 31, 43 oder 61 für UHF Anwendungen
Fair-Rite "Snap-It" 04XX164181 innerer Durchmesser 12.7 mm mit XX = material 31, 43 oder 61 für UHF Anwendungen

Siehe Details, hier
http://www.fair-rite.com/wp-content/uploads/2016/04/Cable-Core-Flyer-FINAL.pdf

Meinen Dank an Serge, F5JTM der Lesematerial zu Ferritmaterialien herangeschafft und mich zum Ergänzen dieses Absatzes gebracht hat!







Zur mechanischen Boomlänge: ... Elemente bitte NICHT direkt auf die Enden montieren!

Man sollte aus keinerlei Gründen Reflektoren oder den letzten Direktor direkt an die Schnittkante des Boomrohrs setzen.

Bitte immer einen Abstand zu den Enden des Booms vorsehen.

Warum?

Weil, was auch immer für ein BC angewandt wird, werden wir auf unbestimmte Eingenschaften treffen, wenn der Boom jetzt plötzlich unter dem letzten Element "wegbricht". Wir Designer wissen was die genau passende Länge von Reflektor und letztem Direktor für das Strahlungsdiagramm bedeuten können. Es wäre daher völlig inadequat, die letzten 2 x 30 mm an Boomrohr sparen zu wollen, und so das Diagramm zu verschlechtern.

Nur wenn Halter von ausreichender Höhe eingesetzt werden, wie die "Stauffklemmen" per G0KSC oder "Paraclips" von G4CQM kann man dem beschriebenen Effekt möglicherweise "mit einem blauen Auge" entkommen.

Ok, verstanden, aber welchen Offset soll ich denn jetzt nehmen?

Ich kann keine absoluten, nachgemessenen Zahlen geben, aber eine Simulation, die Dom, F6DRO für mich mit EM Software gemacht hat (TNX Dominique!) zeigt einen klaren Einfluß zwischen einen direkt am Element geschnittenen Boomende und bis zu ca. 30 mm Abstand des Elements von diesem auf 432 MHz. Ich schlage daher einen minimalen Abstand von 30 mm auf 144 MHz und 432 MHz vor. Das sollte den größten Schaden abwenden.







1. Elementmontage auf dem Boom mit Standardhaltern (WiMo, Konni, Nuxcom, 7arrays)

Montage von 8 .. 10 oder 12 mm Elementen
             


8 x 1 mm Rohr als Element auf quadratischem 25 x 25 mm Boom

... mit Verstärkungsplättchen aus Edelstahl (7arrays, WiMo) und Schraube M3 x 40 mm. Die Platte ist nicht zwingend notwendig,
wer ohne auskommen will, sollte wenigstens eine Unterlegscheibe nehmen.

15 x 15 mm Boom mit 8 mm Element = > Schraube M3 x 30 mm
20 x 20 mm Boom mit 8 mm Element = > Schraube M3 x 35 mm
25 x 25 mm Boom mit 8 mm Element = > Schraube M3 x 40 mm

Weiter Teile: bitte Unterlegscheiben und selbstsichernde Muttern verwenden (wenn verfügbar)

M3 Unterlegscheiben, groß (Ø 9.1 mm) - zwischen Schraubenkopf und Element (wenn ohne Verstärkungsplättchen)
M3 Unterlegscheiben, Standard (Ø 7 mm) - zwischen Mutter und Boom
M3 selbstsichernde Mutter

Baustil für UHF mit 6 mm Elementen

6 mm Vollrohr als Element auf quadratischem 20 x 20 mm Boom, umgedrehte Schraube M3 x 30 - mit Gewindegang in das Element geschnitten; Methode nach Andreas, DJ3JJ. Bitte viel Gewindeschneidöl benutzen beim Bohren der winzigen M3 Gewinde in die Elemente. Trockenschneiden quittiert Aluminium nur allzu gern mit Fressen des dünnen Gewindebohrers, der dann fast unvermeidbar bricht. Das Gewindebohren muss nach allen Regeln dieser Kunst erfolgen, also alle 2 mm Vorschub etwa einige Umdrehungen rückwärts einlegen, um den Span zu brechen. Dann sollte man mit einem Gewindebohrer für einen Elementesatz auskommen, hi. Die Schraube soll nicht weiter als ca. 2 mm oben aus den Element herausstehen.
             
20 x 20 mm Boom mit 6 mm Element = > Schraube M3 x 30 mm
25 x 25 mm Boom mit 6 mm Element = > Schraube M3 x 35 mm

Weiter Teile: bitte Unterlegscheiben an den Schraubenköpfen verwenden

M3 Unterlegscheiben, groß (Ø 9.1 mm) - zwischen Schraubenkopf und Boom





Welche Boom Korrektur wird angewandt?

siehe hier





Für welche Elementdurchmesser sind diese Halter geeignet & wo sind sie zu kaufen?

Diese Halter können aufgrund ihres V-förmigen Längsprofils, in das sich die Elemente einfügen, Elemente von ungefähr 5 bis 12 (...15) mm Durchmesser aufnehmen. Das prinzipelle Design ist bei allen Größen gleich. Nur die Aufnahme für den Boom ist wirklich verschieden.

Wo kann ich die kaufen?

Also, diese Webseite ist nicht so sehr um kommerzielle Werbung bemüht, aber hier sind die Quellen:

(1) nuxcom.de      Shop geführt von Attila, DL1NUX, macht auch Paypal und Internationalen Versand,
Nuxcom hält metrische und zöllige Abmessungen bereit.

(2) wimo.de          Shop geführt von Volkmar, DF2SS, ... wer kennt WiMo nicht?
... Internationalen Versand und alles, was es sonst noch braucht. Man frage nach DB6WY bei speziellen Fragen zu Haltern und Antennenteilen.
WiMo hält nur metrische Abmessungen bereit.

WiMo Bestellnummern:
23042.15 = Quadratischer Boom 15 x 15 mm
23042.20 = Quadratischer Boom 20 x 20 mm
23042.25 = Quadratischer Boom 25 x 25 mm
23042.30 = Quadratischer Boom 30 x 30 mm
23043.25 = Runder Boom 25 x 25 mm
23043.30 = Runder Boom 30 x 30 mm

Man achte bei der Bestellung darauf, auch gleich die langen M3 Schrauben
mitzubestellen. Es ist relativ unwahrscheinlich, die passenden Längen,
wie M3 x 40 mm im Baumarkt zu bekommen.








2. Elementmontage auf dem Boom mit Haltern von SM7DTT

Demonstrations- & 432 MHz Test Yagi (YBN 70-5m)
Foto: auf 20 x 20 mm Boom


Diese Halter werden von SM7DTT produziert.
Sie können direkt bei ihm gekauft werden. Diese Halter sind erhältlich für 20 mm, 25mm mit Adapterplatte und 12 mm rechteckige Booms.

• Die Größe für 20 x 20 mm Boom und 25 x 25 mm Boom mit Adapterplatte nimmt Element von Ø 5.0 mm auf
• Die Größe für 12 x 12 mm oder 12 x 20 mm nimmt Element von Ø 3.0 mm auf

Schnittzeichnung

• Mit diesen Haltern sind die Elemente voll vom Boom isoliert (kein Kontakt durch die zentrale Schraube)
• Die Elemente werden von der Seite in den Schlitz presst
• Diese Halter sind so konstruiert, daß das Anziehen der Halteschraube den Schlitz verengt und das Element weiter einklemmt.

Befestigungsschrauben

• M4 x 30 mm für 20 x 20 mm Boom (wie auf dem Foto zu sehen)
• M4 x 45 mm für 25 x 25 mm Boom inkl. Adapterplatte
• M4 x 50 mm für 30 x 30 mm Boom inkl. Adapterplatte

Elementfreiraum zum Boom

• Freiraum Oberseite Boom zu Element beträgt 7.5 mm für den 20 mm Typ.
• Freiraum Oberseite Boom zu Element beträgt 15.3 mm mit der Adapterplatte für 25 mm Boom
• Freiraum Oberseite Boom zu Element beträgt 16.9 mm mit der Adapterplatte für 30 mm Boom
• Freiraum ist 8 mm für die kleinen 3 mm Elemente auf 12 mm Boom

Foto oben: Typ 20 mm mit Adapterplatte auf 25 x 25 mm Boom

 

Diese Elementhalter können direkt von SM7DTT bezogen werden
Mail to:


Verifikation von BC-Werten ist in Arbeit, siehe hier für 432 MHz 20x20 mm








3. Elementmontage auf dem Boom mit Haltern von LA4ZH

70 cm Test Yagi





Fotos: 6 mm Element, auf 25 x 25 mm Boom (links), 20 x 20 mm Boom (rechts)

Material: PA (Polyamid) verstärkt mit 30 Prozent Glasfaserbeimischung
es &kouml;nnen zwei Materialausführungen bestellt werden : mit und ohne Russ-Füllstoff.
Das weiße ist PA6 GF30 "natur", das schwarze mit Füller = PA6.6 GF30

Für welche Booms passsen diese Halter?

• Metrische Version:
   Quadratischer Boom 16x16, 20x20, 25x25, 30x30 mm
   Runder Boom 28 mm, 30 mm, Best.Nr. 51300

• Zöllige Version:
   Quadratischer Boom 0.75x0.75, 1x1, 1.125x1.125, 1.25x1.25 in
   Runder Boom 1, 1.25 Inch, Best.Nr. 51320

Skizze: Boomseite der Halter, durch Drehen um 90 Grad ist es möglich, den gleichen Halter auf
verschiedenen Boomdimensionen zu montieren



Alle Versionen nehmen Elemente Ø 6 ... 14 mm auf

Elementfreiraum zum Boom

• mit 16 x 16 & 20 x 20 mm Boom => 15 mm
• mit 25 x 25 & 30 x 30 mm Boom => 19 mm

More information coming soon .....

Diese Halter können vom norwegischen Shop bezogen werden
http://eidolon.no
und dann zu "Antenne elementfeste" navigieren

Verifikation von BC-Werten ist in Arbeit ...








Dünne Elemente elektrisch isoliert durch den Boom anbringen

Diese Methode steht in der Tradition der als "mit Nylonnieten nach DJ9BV" bekannt gewordenen Art der Elementbefestigung. Welche DJ9BV von DL6WU übernommen hatte, und dieser hat sie von DJ6NS. Der klassische Weg bedient sich Schweißstäbe aus 4 mm Aluminium, Ø 6 mm Löchern im Boom und Nylonnieten, Type 61PR800000 (Nylon natur, ohne Ruß als Füller), Heyman Manfacturing GmbH, 35390 Giessen

Verwendung von leicht zugänglichen Plastikteilen und 4, 5 oder 6 mm Elementen in Kombination mit dem ausgefeilten BC.exe von SM5BSZ (siehe mein MS Excel "Yagi-Element Konfigurationswerkzeug) bringt leichte, einfach zu bauende, aber leistungsfähige Yagis hervor.

Diese Methode der Elementmontage eignet sich sehr gut für die Herstellung von Kreuzyagis, weil hier die Polarisationsebenen voll symmetrisch zueinander angeordnet sind.

                 


DG7YBN Durchführungen aus eigener Spritzgußform  mit Loch um Ø 4.0 mm Elemente einzupressen in Ø 6 mm Löcher im Boom
Diese Plastikteile sind bei 7arrays.com erhältlich

Unten: Endstopfen um 6 mm Löcher zu verschließen. Ihr innerer Ø im Schaft beträgt knapp 4 mm. Das passt dann für Elemente von Ø 4 mm, wenn man noch ein Loch von Ø 3.9 mm durch den Deckel bohrt. Diese Stopfen gibt es z.B. von "Hettich International, #1331 in Ø 8 mm passend für 6er Elemente". Das Material ist in der Regel LDPE (Low Density Polyethylene).


Einklickstopfen aus Amerika: "Bantam hole plugs - used to fill unused jack positions" in Regalen und dergleichen in zölliger Abmesssung passend für Ø 3/16" Elemente.

                 





Ein Anzahl gebrauchsfertiger Stopfen

und eine simple Vorrichtung mit der ich die Löcher auf einer Ständerbohrmaschinen bohre
(hier die eigentliche Unterseite oben, um Details zu zeigen)

ein Stück Holzleiste mit einer Bohrung von 6.0 mm und Ausgleichsplatte von der Dicke des Deckels der Stopfen. Das ist hier ein Rest Platinenmaterial t = 1.6 mm umd die Löcher genau rechtwinklig zu bekommen.








Dünne Elemente mit Plastikstopfen durch den Boom einbauen

1. Vorbohren mit 3 .. 4 mm Bohrer
2. Einen SCHARFEN Bohrer benutzen, für die 4mm Stopfen von 7arrays einen 6.0 mm Bohrer
3. Die Löcher entgraten, aber dabei zusehen, dass der Durchmesser nicht weiter wird!
4. Alle Löcher einer Boom-Sektion bohren und das Innere von Spänen säubern

Jetzt ist der Boom-Abschnitt fertig zum Einbau der Elemente

Quelle, Skizze: DG7YBN, Aufbau einer GTV 70-19m Blade-Yagi für 432 MHz, Dubus 4/2014

1. Mitte des Elements und zu beiden Seiten die halbe Breite des Booms markieren (1)
2. Den ersten Stopfen auf die Markierung schieben (2)
3. Das Element in den Boom einsetzen
4. Mit einem Stück Rohr von etwa 8 x 1 oder 10 x 1 mm vorsichtig in den Boom einpressen oder hämmern (3)
5. Das gleiche auf der anderen Seite wiederholen (4)
6. Elementposition fein ausrichten, wenn zu fest zum Schieben oder ziehen ggf. mit eine Stück Holz vorsichtig klopfen

Tips:
i) Wenn die Stopfen sehr schwer aufzuschieben sind hilft zugeben von etwas Spülmittel oder sonstigem Schmiermittel wie Balistol
ii) Wenn ein Test-Stopfen zu lose im Loch im Boom sitzt ist der Bohrerdurchmesser nicht geeignet
iii) Wenn das Element zu lose in den Stopfen sitzt kann man es mit den Zähnen einer Zange im Haltebereich "riffeln"
und so Haftung durch Vergrößerung von Oberfächenrauhigkeit und Durchmesser erreichen.








Durchführungen aus Gummi



Was ist Gummi?

60 Prozent Kautschuk (Latexmilch),
30 Prozent Füllmaterialien,
8 Prozent Weichmacher,
Rest von 2 Prozent: Zinkoxid, Schwefel, Stearinsäure
Wetterbeständigkeit ist gut, UV-Beständigkeit 'sehr gut'

Permittivity 2,5 - 3
Spezifischer Ohmscher Widerstand 10xy14,
Elektrische Durchschlagsfestigkeit 10.000 - 30.000 Volt/mm

Typisches Material für Durchführungringe ist Chloroprenkautschuk (genormt als CR) gekannt unter dem Handelsnamen 'Neoprene' von Fa. Dupont, ein synthetisches Kautschuk

Ich habe Ringe mit Innen- Ø 4 und 6 mm gefunden. Diese sind wirklich günstig (weniger als 10 ct/Stück bei Reichelt zum Beispiel), auf www.telle.de findet man eine große Auswahl an Durchmessern.

4 mm Elemente:
Montiert in ein Borhloch von Ø 5.5 mm für 15 x 15 x 1 mm Booms oder Ø 5.8 mm für 20 x 20 x 2 mm Booms h&aum;lt die Elemente schön fest mit einer guten Möglichkeit den Stab einzuschieben und wieder herauszuziehen.

Die Möglichkeit, die Elemente ganz schnell und einfach ohne Werkzeug einzuschieben und wieder herauszuziehen ist ein klarer Vorteil für den portablen Einsatz.

Ein Ø 4 mm Element in einen 20 x 20 x 2 Boom eingesetzt, Borhungen sind Ø 5.8 mm

Du bist mistrauisch? Gummiringe als Isolator auf UHF?
Ok, das war ich auch.

Aber ... der Werkstoff ist Wetterbeständig, die dielektrischen Eigenschaften sind dicht an denen von PTFE ... und hier ist ein Testplot mit einer YBN 70-5. Bedingt durch den Offset des Dipols von 18 mm gegen die Elementebene errechnet NEC 432.70 MHz ... und 432.69 MHz mit -60 dB Return Loss wird gemessen .. ist das ausreichend fü unsere Anwednung?

YBN 70-5, 4 mm Elem., DE Offset 18 mm, VNA: OBZOR Planar TR1300, BC: SM5BSZ's BC.exe plus fester Offest von 0.7 mm auf jede Elementlänge









Gekürzte Plastikstopfen für 3/16 Zoll Elemente aus Südafrika


Gekürzt auf eine Gesamtlänge von 7 mm, eingesetzt in ein Ø 7.9 mm Loch im Boom

... sie halten ein 4.76 mm bzw. 3/16 Zoll Element sicher. Mit einer Bohrung von Ø 7.9 mm ist man in der Lage, die Elemente herausziehen und wieder einzusetzen. Mit einer engeren Bohrung von Ø 7.6 oder sogar Ø 7.5 mm habe wir dann eine echte Presspassung.

Boomkorrektur? Genau wie oben, gekürzt auf 7 mm passen diese Stopfen zum SM5BSZ BC.exe, wenn ein konstanter Offset von plus 0.7 mm auf jedes Element aufgeschlagen wird. Diese Stopfen wurden mir vorgestellt von John, ZS6JON, welcher mir eine handvoll zum Testen geschickt hat und sogar einige für mich in DL nicht zu beschaffene 3/16 Zoll Stäbe. Tnx John!

YBN 70-5, 4 mm Elem., DE Offset 18 mm


Die 70 cm EME 4er Gruppe aus GTV 70-19m bei ZS6JON ist damit aufgebaut und zeigt sehr gute Werte








Ein Dipol für dünne Elemente elektrisch isoliert durch den Boom ohne Offset

Für das reine Strahlungsdiagramm einer Low Noise Yagi ist der Offset zwischen Dipol und Elementebene
von großer Bedeutung. Und um so mehr für Kreuzyagis, deren Elemente durch den Boom angebracht
sind. Mit einem Faltdipol kann das einfach erreicht werden. Mit einem gestreckten Dipol eine große
Herausforderung?

Nicht im geringsten, wie die Fotos zeigen ...

Lösung für 70 cm

70 cm GTV 70-4m, gebaut von M0ABA - mit dieser Yagi hat er mehrere EME QSO's mit nur 60 W am Speisepunkt gefahren (!).

Eine komplette Fotostrecke zum Aufbau eine dieser kleine 70 cm Yagis mit Elementen durch den Boom
und dieser Art der Dipolmontage findet sich auf der Webseite der GTV 70-4m


Lösung für 2 m

Und ZS6JON baut auf die gleiche Weise eine 4er-Gruppe von 2 m GTV 2-12n x-pol Yagis



Und das Mittelteil .. man beachte den größeren inneren Durchmesser.
Der Boom ist 25 x 25 mm hier, das für den Dipol benutzte Rohr ist 9.7 x 1 mm

Fotos: ZS6JON








Richtlinien zum Bauen von Yagis für das 70 cm Band

Eine 432 MHz Yagi ... das ist fast schon im Mikrowellenbereich. Das ist eben UHF - und nicht mehr VHF!

Wo jetzt die Faktoren für die Boom - Korrektur dramatische Werte annehmen, wird die Notwendigkeit, Elemente auf dem 10tel Millimeter zu schneiden mit Faktor 6 größer. Hier die aus einer ganzen Menge von echten Aufbauten und Messungen daran gewonnenen Werte um dies zu belegen:

Freq. [MHz]     Faktor [mm/MHz]
   144                5.85
   432                0.92
 
In Konsequenz führt das Anwenden der gleichen Gewohnheit wie aus dem VHF Bereich, nämlich Elemente einfach an einer mit dem Bandmaß gemachten Markierung abzusägen und fertig, zu nicht optimalen Antennen. Wenn ein konstanter Offset von 0.9 mm auf alle Elemente eine 70 cm Yagi um 1 MHz in der Frequenz verschiebt, was werden zufällig verteilte +/- 0.5 mm aufgrund von Ungenauigleiten beim Sägen dem fein getrimmten NEC Model antun?

                 

Wer Top Strahlungsdiagramm und VSWR hinbekommen möchte, hat keine Alternative zur zwingenden Benutzung einer großen Schieblehre beim genauen Nachbau von 70 cm Yagis. Punkt.

Ein weiterer gern unterschätzter Punkt ist die Wahl des richtigen BC und sich dann auch ganz genau an die für diesen BC gegebene Art der Elementbefestigung zu halten. Denn auf jeden Fall "schießt man im Dunkelen", wenn die Elementen nicht wenigstens auf 0,2 mm genau sind, und der BC nicht wirklich passt oder nicht genau zur Art der Elementhalterungen passt.




Einfluss von Endkappen auf 432 MHz Yagis, wenn nicht im Konzept eingeschlossen

Wir testen hier ein Ende PVC Schlauch von 14 mm Länge (links) und ein ganz kleines Stück PA6 (rechts)



Die DUT Antenne ist eine YBN 70-5 Yagi´mit Ø 4,50 mm Elementen durch den Boom und etwas Offset des Dipols zur Elementebene. Diese weist kleinen besonders hohes "Antennen Q-Faktor" auf. Bedingt durch Elementdurchmesser und DE Offset liegen Simulation und VNA Plot hier bei 433.8 MHz.

Hier der Baseline Plot ohne irgendwelche zugefügten Plastikteilchen = Endkappen.



• Jetzt mit diesen kleinen PA6 Stücken auf D2, s. Foto:

Aus der Baseline 433.8 MHz, - 59 dB wird nun -27 dB auf 432.3 MHz während es nur noch - 16 dB auf der Originalfrequenz sind.


Und nun werdet ihr sagen "... ja, das haben wir schon immer gewusst, er hat ja schwarzes Plastik benutzt. Das enthält Kohlenstoff. Schwarzes Plastik ist ganz ungeeignet. Das ist nun wirklich keine Überraschung für uns." ... aber bitte abwarten und weiterlesen ...

• Jetzt nochmal messen, diesmal mit dem kleinen Stück transparentem PVC-Schlauch auf nur einer Seite am D2

Baseline 433.8 MHz, - 59 dB wird zu -33 dB auf 432.15 MHz während es nur noch - 20 dB auf der Originalfrequenz sind.



Und nun stellt Euch vor was passiert, wenn man zufällig ausgewählte Endkappen auf alle Elemente aufbringt, ohne eine seriöse Korrektur der Elementlängen vorzunehmen ...







Zöllige Abmessungen in Millimeter wandeln

Zoll und Inch sind gleich.Im angelsächsischen Sprachraum wird allgemein "Inch" oder kurz das " benutzt.
1 Inch = 2.540 cm = 25.40 mm.

Also, 3/8" in Millimetern ist der Bruch 3/8 = 0.3750 multipliziert mit 25,4 => sind 0.3750 x 25,4 mm = 9,525 mm

Elemente

3/16"  =  4,763 mm
1/4"   =  6,350 mm
5/16"  =  7,938 mm
3/8"   =  9,525 mm
1/2"   = 12,700 mm
5/8"   = 15,875 mm

Boomrohre

1/2"   = 12,700 mm
3/4"   = 19,050 mm
1"     = 25,400 mm
1 1/4" = 31,750 mm
1 1/2" = 38,100 mm
1 3/4" = 44,450 mm
2"     = 50,800 mm
2 1/2" = 63,500 mm
3"     = 76,200 mm







Tools / Werkzeuge

• 90 Degree Angle Try Square Ruler / Messwinkel

mach es rechteckig ... wir wollen nicht, daß die Schnitte von Boom-Teilungen nicht richtig zusammenpassen und so ein ganzer Satz Elementpositionen versetzt erscheint, wenn wir die Yagi zusammenbauen. Auch zum Verifizieren der Rechtwinkligkeit der Elemente zum Boom.

• Marking gauge / Streichmaß

Zur Markierung der Mitte für alle Elementpositionen über die Boomlänge. Ich markiere stets von links & rechts. Die wahre Mitte befindet sich dann zwischen den beiden Marken

• Countersink / Handsenker

Läßt alle Bohrungen schöner ausssehen, Schrauben lassen sich leichter einsetzen, und garantiert flache Auflage von zusammengeschraubten Flächen.

• Hand deburring tool / Handentgrater

... dieser hier besitzt eine dünne Klinge ... was das Entgraten innerhalb des Boomrohrs ermöglicht. So ein Werkzeug wird oft auch "Innenentgrater" genannt. Ein essentielles Werkzeug wenn man für "Elemente durch den Boom" baut.







Die Herstellung eines ... Unterzuges

Schöne Yagi, nur der Boom ist ein wenig fragil ...



Schöner mit ordentlichem Unterzug



Der gezeigte Unterzug verwendet zwei identische Aluminiumrohre mit Querschnitt 20 x 20 x 1 mm oder 20 x 20 x 2 mm.
Beide werden an beiden Enden in der gleichen Vorrichtung identisch gebogen. So erhält man automatisch symmetrische Längen und Winkel.



Eine Biegeform aus hartem Holz



Zur Herstellung der Biegenform

 	• Keine Biegewinkel über etwa 15 Grad vorsehen.
	  Harte Aluminiumsorten können größere Umformung nicht ohne weiteres aufnehmen.
	  
	• 1 ... 2 Grad mehr in der Biegeform vorsehen, da das Material um ungefähr diesen Betrag
	  zurückspringt wenn der Umformdruck weggenommen wird.

 	• Die Enden noch etwa 70 mm flach auslaufen lassen.
	  Diese geben Führung und werden später für die Verbingung Unterzug zu Boom benutzt.
	  Man nehme die Außenkante als Bezugspunkt zum Einlegen der Rohre.



Biegedruck aufgeben ... mit einem großen Schraubstock.



Pressen, bis der Widerstand plötzlich größer wird



  ... man beachte das Maß des Zurückfederns         man sollte zur Ermittelung des Rücksprungs in einer grob gefertigten Biegeform einen Vortest machen, und diesen Winkel für die endgültige Form aufschlagen







Wie man auf 432 MHz und darüber vom Mast wegbleibt

  Achtung!     Der Einfluß eines direkt durch die UHF Yagi gehenden Mastrohres inkl. Masthalteklemme ist nicht gering. Je dicker und je weiter aus der Mitte der Element heraus wird der negative Einfluß größer.



  Inspiriert von den gut bekannten 1296 MHz Tonna Antennas dachte ich über einen Unterzug nach, der eine 432 MHz Langyagi in gleicher Weise tragen kann. Mit 20 x 20 x 2 mm Aluminium für Boom und Unterzug, verschraubt mit 2 x M5 x 50 pro Seite und großen Unterlegscheiben funktioniert es recht gut.

Dieser Unterzug ist aus einem Stück gefertigt um maximale mechanische Stabilität zu erhalten. In der Mitte wird nach und nach gebogen und schrittweise justiert










73, Hartmut, DG7YBN



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